Eine bewusst gestaltete Gesellschaft – Die Erläuterung eines Schemas

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Eine bewusst gestaltete Gesellschaft ist bestrebt, jedem einzelnen Menschen in seiner Suche nach Glück und Selbsterfüllung zu unterstützen. Der Mensch ist Basis und Ziel einer solchen Gesellschaft. Eine bewusst gestaltete Gesellschaft begreift den Planeten Erde als gemeinsamen Lebensraum. Eine solche Gesellschaft kommuniziert das Verständnis, dass das Wohlergehen eines jeden Menschen über die Gesellschaft mit dem Wohlergehen aller anderen Menschen in Verbindung steht. Eine solche Gesellschaft kommuniziert das Verständnis, dass das Wohlergehen eines jeden Menschen über seine Biologie mit dem Wohlergehen des Planeten verknüpft ist.

Eine bewusst gestaltete Gesellschaft
Der Mensch. Der Mensch formt verschiedenste Gedanken über sein Dasein und sein Leben. Jeder Mensch entwickelt eine individuelle Sicht auf seine Umgebung und lässt daraus individuelle Träume und Vorstellungen entstehen. Diese lassen ihn individuelle Projekte und Pläne erdenken (z.B. auf Grund von Hunger Nahrung zu finden; einen Brief zu schreiben, um zu kommunizieren; ein Haus zu bauen, um darin zu wohnen; schwimmen zu lernen, um das andere Ufer zu erreichen). Wenn der Mensch eine Idee verfolgt, macht er sich darüber Gedanken, was er benötigt, um seine Ambitionen erfüllen zu können. Der Mensch benötigt Wissen über sein Problem (z.B. allgemeine Informationen, existierende Lösungen), spezielle Fertigkeiten (z.B. wie man ein Auto fährt) und den Zugriff auf Ressourcen (z.B. Nahrung, Holz, Metall) und Werkzeuge (z.B. ein Messer, eine Brille, einen Computer). Die Gesellschaft ermöglicht die Befriedigung dieser Bedürfnisse.

Kommunikation ist der Schlüssel, um Menschen zusammenzubringen. Kommunikation, um Ansichten und Ideen auszutauschen (heute z.B.  Blogs). Kommunikation, um Wissen zu erlangen oder zu verbreiten (heute z.B. Wikipedia). Kommunikation, um andere Menschen mit ähnlichen Ansichten, Ambitionen oder Problemen zu finden (heute z.B. Suchmaschinen und Foren). Kommunikation, um Experten oder Trainer zu erreichen (heute z.B. Tutorials). Kommunikation, um den Bedarf an Ressourcen oder Werkzeugen zu übermitteln (heute z.B. Online-Shops). Kommunikation, um das Leben mit anderen zu teilen (heute z.B. soziale Netzwerke).

Die Menschheit ist vielfältig. Die Menschheit möchte essen, schlafen, genießen, lachen, sich um ihre Kinder kümmern, Sport treiben, reisen, Musik machen und noch so unvorstellbar viel mehr. Damit interessiert sich die Menschheit für die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten, sprich Bildung. Menschen, die von ihrem Tätigkeitsfeld begeistert sind, teilen ihr Wissen sehr gern und am liebsten mit Menschen, die neugierig und motiviert sind, etwas zu lernen.
Die Menschheit interessiert sich für Spiritualität, um sich inspirieren zu lassen oder Antworten zu finden, die die Menschheit selbst bisher nicht bieten kann.
Die Menschheit verbreitet Liebe. Liebe gegenüber anderen Menschen, dem Leben, der Natur und gegenüber der Erfüllung ihrer Träume. Liebe inspiriert uns. Liebe kann schmerzen. Liebe ist ein mächtiger Einfluss in jeder Gesellschaft. Liebe ist eine Basis.
Menschen, die sich aus eigener Motivation heraus mit verschiedensten Dingen beschäftigen, verlangen keine Gegenleistung für ihr Tun. Die Umsetzung eigener Vorstellungen bedarf keinen Lohnes (heute bekannt als “Freizeit”, z.B. Open Source Community, Creative Commons, Greenpeace, Ärzte ohne Grenzen, usw.).

Jeder Mensch wendet – bewusst oder unterbewusst – die wissenschaftliche Denkweise an. Aus unseren Träumen entwickeln wir Projekte und Vorhaben, analysieren unsere Probleme, sammeln Informationen und versuchen, unsere Ideen zu realisieren. Basierend auf dem Verständnis, dass wir den Planeten und das Wohlergehen der Gesellschaft pflegen müssen, entwickeln wir nachhaltige Werkzeuge und Methoden, die helfen, unsere Probleme zu lösen. Wir entwickeln Technologie, um Informationen, Ressourcen und Werkzeuge für den Nutzen aller zu organisieren. Haben wir einmal damit begonnen, solche Strukturen zu etablieren, wird der Bedarf, die Dinge zu “besitzen”, zu verschwinden beginnen. Die Mentalität des Verwendens wird die Mentalität und das Prinzip des “Eigentums” ersetzen (heute z.B. CouchSurfing, Mitfahrgelegenheiten, Öffentlicher Nahverkehr). Somit werden auch die aus “Eigentum” entstandenen Konsequenzen verschwinden (siehe “Unsere Gesellschaft”). In einer Gesellschaft, die einen hohen Grad an Ressourcenreichhaltigkeit erreicht, gibt es wenig Bedarf für Tauschmittel wie “Geld”.

Das Bild, dass wir hier zeichnen, ist ein Ideal. Jeder Musiker, Koch, Künstler, Wissenschaftler – faktisch jeder – arbeitet mit Idealen. Ideale geben Überblick und Richtung. Das Ideal der Gesellschaft sollte es sein, jeden Menschen zufriedenstellend beim Erreichen seiner Ziele zu unterstützen.
Wir werden niemals Perfektion erreichen. Perfektion ist Utopie, aber wir werden versuchen, ihr so nah wie möglich zu kommen.
Die Transition in diese Richtung hat schon begonnen. Wenn wir die Diskussion darüber in unseren Weltinstitutionen (z.B. UN, Regierungen, Unternehmen, Universitäten, Presse) etablieren, würde die Transition beschleunigt werden. Deshalb hat die Beschreibung und die Kommunikation des Ideals Priorität: Man kann nur über eine Idee und deren Umsetzung nachdenken, wenn man sie kennt.

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