Technologie

English

Jeder Mensch nutzt permanent Technologie. Zum Beispiel sind die Buchstaben, die du in diesem Moment liest, Ausdruck von Technologie. Lesen selbst ist ein Stück Technologie. Technologie verbirgt sich hinter dem Display oder dem Stück Papier, auf das du schaust. Der Stuhl, auf dem du sitzt, und die Kleidung, die du trägst, existieren dank Technologie.

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Technologie ist die zweckbestimmte Anwendung von Wissen und Fertigkeiten
– Entwurf, Entwicklung und Nutzung von Methoden und Werkzeugen –
zur Veränderung von Situationen und Gegebenheiten.

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Lesen beispielsweise ist eine Methode, die es Menschen ermöglicht, Informationen zu erlangen. Kleidungsstücke sind Werkzeuge, die einen Menschen schützen und schmücken. Und ohne Stühle müsstest du an deinem Tisch stehen oder unter ihm liegen. Kurz: Jede Form von Technologie, jede Methode und jedes Werkzeug hat einen Zweck zu erfüllen, um Individuen beim Erreichen persönlicher Ziele zu unterstützen. Folglich ist die gezielte Anwendung von Methoden und Werkzeugen der Schlüssel zur Unterstützung der globalen Gesellschaft im Streben nach der Erfüllung des Ziels von Gesellschaft (→ Werte). Technologie hat das Potenzial, die Befriedigung der verschiedenen Bedürfnisse innerhalb einer Gesellschaft zu koordinieren, um individuelles und gesellschaftliches Wohlergehen zu erschaffen.

Jede Lebensform hat in einem gewissen Maß die Möglichkeit, das eigene Umfeld durch Technologie zu beeinflussen. Aus der eigenen Wahrheit heraus (→ Grundlegende Verständnisse) nutzt jedes Individuum Technologie, wenn sie bzw. er Methoden und Werkzeuge anwendet. Beispielsweise nutzt jedes Bakterium, jede Pflanze und jedes Tier die eigenen körperlichen Fähigkeiten, um Vorhaben, wie das der Nahrungssuche oder der Verteidigung gegen Feinde, umzusetzen. Wir Menschen nutzen unser Gehirn als Werkzeug, um unsere Umwelt zu verstehen bzw. die Welt, in der wir leben, zu verändern. Wir bauen Häuser, um uns vor Wettererscheinungen und verschiedenartigen Temperaturänderungen zu schützen. Wir entwickeln Rezepte, um Anweisungen festzuhalten, damit wir immer und immer wieder köstliche Mahlzeiten kreieren können. Wir entwerfen Automaten, um schnellere und präzisere Produktionsprozesse realisieren zu können. Wir nutzen unsere Stimme als  Werkzeug der Kommunikation, um zu sprechen, zu singen oder um Geräusche zu machen. Jeder nutzt permanent Technologie, jeder entwirft, entwickelt und verwendet permanent Methoden und Werkzeuge.
Technologie ist die Verbindung zwischen einem Individuum und dessen Glück und Zufriedenheit, denn Methoden und Werkzeuge sowie deren Kombination können einen Zustand in einen anderen wandeln. Sie erfüllen einen Zweck, realisieren ein Vorhaben, lösen ein Problem, koordinieren die Befriedigung der Bedürfnisse eines Individuums mit denen von anderen oder ermöglichen ganz einfach Momente der Freude. Technologie als Weg zur Umsetzung individuellen und damit gesellschaftlichen Wohlergehens, durch die größtmögliche Ausweitung des Freiheitsradius eines jeden, ermöglicht es der globalen Gesellschaft, eine Welt in Frieden, Gesundheit und kultureller Vielfalt zu erschaffen, die erfüllt ist von Liebe und Inspiration.

Technologie verändert Situationen und Gegebenheiten. Je besser also ein Individuum das eigene Umfeld versteht, desto besser können entwickelte Methoden und Werkzeuge mit diesem eigenen Umfeld harmonieren. Jedes Individuum ist über die symbiotische Natur des Ökosystems und über gesellschaftliche Bande mit jedem anderen Individuum verbunden (→ Grundlegende Verständnisse). Folglich verändert die Technologie eines Individuums nicht nur dessen eigenes Umfeld, sondern auch Lebenslagen bzw. Umweltgegebenheiten anderer Individuen. Um Konflikten vorzubeugen, sollte die Technologie eines Individuums nicht mit den Vorhaben eines anderen Individuums kollidieren. Technologie sollte niemanden vom Erreichen persönlicher Ziele abhalten. Zum Beispiel sollte Technologie keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit eines  Individuums haben. Deshalb, um unnötige Konflikte zu vermeiden und um somit stets eine friedvolle Atmosphäre gewährleisten zu können, sollten Methoden und Werkzeuge so gestaltet sein, dass sie mit den Vorhaben eines jeden Einzelnen harmonieren. Um das zu erreichen, sollte die globale Gesellschaft danach Streben, das eigene Umfeld bzw. die eigene Umwelt so ganzheitlich wie  möglich zu verstehen.

Technologie sollte auf der gezielten Anwendung
der Wissenschaftlichen Denkweise basieren.

Am Beginn der Entwicklung von Methoden und Werkzeugen, oder deren Kombination, steht der Entwurf. Der Entwurf befasst sich mit Gedanken über Sinn und Zweck einer zu entwickelnden Methode bzw. eines zu entwickelnden Werkzeugs und damit, wie genau dieser Zweck erfüllt werden soll. Die Phase des Entwurfs dient dazu, optimale Ergebnisse zu erzielen. Nach der Wissenschaftlichen Denkweise sollten Entwurfsphasen folglich auf effektiver sowie zufriedenstellender Kommunikation und Forschung basieren. Der Entwurf einer Methode oder eines Werkzeugs sollte in hohem Maße mit allen Fachdisziplinen, die mit dem Entwurf in Verbindung stehen, interagieren, um den Anwendungsbereich der zu entwickelnden Methode bzw. des zu entwickelnden Werkzeugs so gründlich wie möglich zu verstehen. Schon innerhalb von Entwurfsphasen sollte die globale Gesellschaft darauf bedacht sein, so viele individuelle Bedürfnisse wie möglich in die Entwicklung von Methoden und Werkzeugen einzubeziehen, um nicht durch deren Anwendung einzelne Individuen in ihrem Streben nach Glück und Erfüllung zu behindern. Die gezielte Anwendung der Wissenschaftlichen Denkweise ermöglicht es der globalen Gesellschaft, Methoden und Werkzeuge zu entwickeln, die gesellschaftliche sowie umweltbedingte Anforderungen, wie z.B. diejenigen des Ökosystems der Erde, erfüllen (→ Die Wissenschaftliche Denkweise).
Technologieformen, die als umweltschädlich eingestuft werden oder welche die Umsetzung persönlicher Vorhaben einzelner Individuen erschweren, müssen modifiziert oder durch Alternativen, die den gleichen Zweck erfüllen, ohne Schaden anzurichten, ersetzt werden. Daher sollte die globale Gesellschaft die eigene Technologie permanent hinterfragen, durchdenken und erneuern, um stets die effektivsten Methoden und Werkzeuge anzuwenden, die so gut wie möglich mit ihrem Umfeld harmonieren.

Im folgenden Abschnitt erläutern wir Richtlinien, die die globale Gesellschaft beim Entwurf von Methoden und Werkzeugen unterstützen, damit sie dem Ziel von Gesellschaft auf effektive Weise nachgehen kann. Diese Richtlinien können jedem Einzelnen helfen, Methoden und Werkzeuge zu entwerfen, die natürliche und gesellschaftliche Umgebungen respektieren und bereichern:

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Der Zweck einer Methode oder eines Werkzeugs
sollte so tiefgründig wie möglich hinterfragt und verstanden werden.

In der Entwurfsphase von Methoden und Werkzeugen sollten deren Anwendungsbereiche so ganzheitlich wie möglich verstanden werden. Entwickler sollten sich folgende Fragen stellen: Was ist der Zweck der Methode bzw. des Werkzeugs? Gibt es Alternativen, die diesen Zweck ebenfalls erfüllen würden? Auf welche Art und Weise wird die zu entwickelnde Technologieform ihr Umfeld beeinflussen? Wird die Methode oder das Werkzeug sowie jede damit in Verbindung stehende Technologieform für Produktion, Wartung und Wiederverwertung mit ihrem Umfeld harmonieren? Wer wird die Methode bzw. das Werkzeug nutzen?
Das ganzheitliche Verständnis über und um eine Technologieform herum ermöglicht es Entwicklern, Nutzern und schließlich der gesamten globalen Gesellschaft, intuitive, sichere, gesunde, nachhaltige und robuste Methoden bzw. Werkzeuge zu entwickeln und anzuwenden, die Freude bringen, wenn man sie benutzt.

Beispiel: Du hättest gern ein Bild an deiner Wand. Dazu benötigst du eine Form von Technologie, die diesen Zweck erfüllt. Dies kann eine Kombination aus einer Schraube, einem Dübel, einem Schraubendreher, einer Bohrmaschine, einer Steckdose, deinen Fertigkeiten und einem Konzept sein, wie man diese Dinge zusammen verwendet.
Alternativ könntest du ein paar Klebestreifen verwenden oder sogar einen magnetischen Bilderrahmen, vorausgesetzt an deiner Wand können magnetische Bilderrahmen überhaupt haften. Vielleicht – dank integrierter LED-Strukturen – ist deine Tapete sogar in der Lage, Bilder überall in deiner Wohnung anzuzeigen.
Nichtsdestotrotz: Könnte das Bild jemanden stören, der mit dir lebt? Wird die gewählte Technologie die Wand beschädigen? Wirst du dir genug Material erhalten, um spätere Projekte realisieren zu können?
Wenn du dir um all das Gedanken machst, wirst du wahrscheinlich zielgerichteter und damit effektiver basteln, länger Freude an deinem Werk haben, und es vielleicht viel einfacher entfernen können, wenn es dir mal nicht mehr gefallen sollte.

Ein Beispiel, welches eine Situation aus unserer heutigen Gesellschaft betrachtet: Du möchtest Mobiltelefone in einer Fabrik produzieren, die mit nur wenig Automatisierung ausgestattet ist. Der Produktionsablauf ist hinsichtlich der Produktionsrate hoch optimiert und benötigt eine große Belegschaft. Wie gut also hast du die Arbeitsbedingungen und -umgebungen deiner Belegschaft durchdacht bzw. gestaltet? Hast du ein Umfeld geschaffen, das deinen Mitarbeitern gefällt? Empfangen deine Mitarbeiter genügend Tageslicht? Haben sie genug Pausen? Haben deine Mitarbeiter die Möglichkeit, sich auszutauschen oder das Management zu kontaktieren, um auf Probleme hinzuweisen? Deine Mitarbeiter sind der Montage am nächsten. Sind sie in der Lage und ermutigt, weitere Optimierungen am Produktionsprozess vorzunehmen und diese umzusetzen? Optimierte Arbeitsbedingungen, -umgebungen und -atmosphären können dazu beitragen, die Produktqualität zu steigern, da ein jeder motiviert und in der Lage ist, sich auf jeden Schritt der Montage zu konzentrieren.
Harmoniert das Fabrikgebäude mit seiner Umgebung? Kann es beispielsweise sinnvoll sein, das Fabrikdach mit Humus und Vegetation zu überdecken, damit es vor UV-Strahlung geschützt ist und der umgebenden Natur Lebensraum bietet? Hast du in Betracht gezogen, die Oberflächen des Fabrikgebäudes mit Werken lokal ansässiger Künstler zu dekorieren, um die Fabrik zu einem Blickfang zu machen? Sprich: Verstehst du die Fabrik als einen isolierten Ort, an dem man nur ungern bleiben möchte oder eher als einen integrierten Teil der lokalen Gemeinschaft?
Die Fabrik in ihrer Ganzheit ist ein Stück Technologie. Faktisch ist eine Fabrik genau dann am besten für einen effektiven Produktionsprozess gerüstet, wenn sie optimal mit ihrer natürlichen und gesellschaftlichen Umgebung harmoniert.

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Methoden und Werkzeuge sollten einfach zu benutzen sein

Methoden und Werkzeuge sollten auf individuelle Bedürfnisse
angepasst werden können.

Wissen und Anleitungen zu Methoden und Werkzeugen
sollten einfach zu verstehen sein.

Je einfacher ein Individuum eine Methode bzw. ein Werkzeug nutzen kann, desto effektiver kann sie oder er persönliche Vorhaben umsetzen. Je besser Methoden und Werkzeuge mit der Vorstellung eines Individuums darüber übereinstimmen, wie sie ihren Zweck erfüllen sollen, desto weniger frustrieren sie das Individuum und desto mehr unterstützen sie dessen Motivation. Daher sollten Methoden und Werkzeuge so weit wie möglich für sicheren und intuitiven Gebrauch entwickelt werden.
Da alle Menschen verschieden sind, gibt es viele verschiedene Vorstellungen davon, wie Methoden und Werkzeuge funktionieren bzw. sein sollten. Beispielsweise gibt es jene, die es bevorzugen, Schraubendreher mit der linken Hand zu benutzen, während andere es vorziehen, einen Schraubendreher mit der rechten Hand zu verwenden. Die Einen bevorzugen vollständig konfigurierbare Spiegelreflexkameras, die Anderen leichtgewichtige Kompaktkameras. Manche mögen es, grüne Sportschuhe mit Schnürsenkeln zu tragen, andere mögen rote mit Klettverschluss. Folglich sollten Methoden und Werkzeuge auf individuelle Bedürfnisse und Zwecke zugeschnitten werden können. Es macht Spaß, Methoden und Werkzeuge zu verwenden, die einfach nur das tun, wofür sie bestimmt sind.
Aus den gleichen Gründen sollten Wissen und Anleitungen über Methoden und Werkzeuge einfach zu verstehen sein, damit Nutzer ihre Fertigkeiten so einfach und effektiv wie möglich verbessern können (→ Bildung).

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Methoden und Werkzeuge sollten ressourceneffizient sein.

Die Verwendung von Rohstoffen und Energie
sollte im Einklang mit deren Regenerationszeiten stehen.


Werkzeuge sollten so langlebig wie möglich sein.


Werkzeuge sollten aktualisierbar sein.

Werkzeuge sollten für ihre Wiederverwertung entwickelt sein.

Rohstoff- und Energieressourcen scheinen in nur begrenztem Maße vorhanden zu sein. Je weniger wir von einer vorhandenen Ressource verwenden, desto mehr dieser Ressource bewahren wir für die Realisierung künftiger Projekte. Weniger Ressourcen zu nutzen erhöht gleichzeitig unsere Flexibilität im Falle von Ressourcenengpässen (z.B. aufgrund von Naturkatastrophen). Daher sollte Technologie so wenige Ressourcen wie nur möglich verwenden und gleichzeitig so effektiv bzw. so leistungsfähig wie möglich sein.
Rohstoff- und Energieressourcen, die wir verwenden, sollten hauptsächlich schnell-erneuerbare Ressourcen sein. Schnell-erneuerbare Ressourcen sind Ressourcen, die sich innerhalb kurzer Zeitdauer regenerieren – wie z.B. Sonnenlicht, Holz, Hanf und Wolle. Um eine nachhaltige Ressourcennutzung zu garantieren, sollten die Regenerationszeiten von Ressourcen mit in Betracht gezogen werden. Die Verbrauchsrate von Rohstoffen und Energie sollte niedriger sein als deren Regenerationsrate, um sie nicht in überhöhtem Maße zu verwenden bzw. restlos zu verbrauchen.
Da Fertigungsprozesse selbst Rohstoffe und Energie benötigen, sollten Werkzeuge so entworfen sein, dass sie möglichst lange halten und so weit wie möglich ununterbrochen störungsfrei funktionieren. Langlebige Werkzeuge, die ihren Zweck ohne Störungen erfüllen, müssen nicht ersetzt werden. Dieser Ansatz bewahrt Ressourcen, da er den Bedarf zur Produktion von Ersatzwerkzeugen senkt.
Weitergehend sollte die Entwurfsphase den einfachen Austausch veralteter bzw. defekter Teile ermöglichen, damit man sie auf einfachem Wege auf den neuesten Stand bringen kann. Im Bereich der Computertechnologie sollten Geräte beispielsweise aktualisierbar sein, indem an Stelle eines gesamten Computersystems nur veraltete Hardware- bzw. Softwareteile ausgetauscht werden müssen.
Im Gegensatz zu schnell-erneuerbaren Ressourcen sollten langsam-erneuerbare Ressourcen – wie fossile Brennstoffe, Metalle und Diamanten – in einer Art und Weise genutzt werden, die eine Wiederverwendung ermöglicht. Deshalb sollte die Wiederverwertung von Werkzeugen bei deren Entwicklung beachtet werden. Bereits in der Entwurfsphase sollte die einfache und effektive Demontage von Werkzeugen in Betracht gezogen werden. Kommt es vor, dass ein Werkzeug defekt oder veraltet ist, sollte es auf einfache Art und Weise möglich sein, die darin enthaltenen Rohstoffe zu extrahieren. Die Wiederverwertung von Werkzeugen ist notwendig, um geschlossene Ressourcenkreisläufe zu etablieren. Alle Materialien, die wir nutzen, sollten entweder mit natürlichen Ressourcenkreisläufen harmonieren oder in unseren Ressourcenkreisläufen verbleiben.
Diese Ansätze, die wir als Effizienzansatz herausstellen möchten, unterstützen die globale Gesellschaft beim Erschaffen von Ressourcenreichhaltigkeit, damit jedem Einzelnen die maximal erreichbare Breite an Möglichkeiten zur Verfügung stehen kann (→ Umgang mit Ressourcenknappheit).

Wie oben erwähnt, erfüllt jedes Stück Technologie einen Zweck. Technologie unterstützt Menschen darin, ihre Bedürfnisse zu befriedigen bzw. ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Daher kann Technologie dazu genutzt werden, Umstände herbeizuführen, die die Entstehung von Werten fördern, welche der globalen Gesellschaft beim Streben nach der Erfüllung des Ziels von Gesellschaft behilflich sein können (→ Werte).
Deshalb sollten Methoden und Werkzeuge für jeden Einzelnen verfügbar sein, um jeden Menschen so optimal wie möglich unterstützen zu können. Folglich benötigt die globale Gesellschaft ein System, welches Methoden und Werkzeuge innerhalb der Menschheit koordiniert. Diesen Zweck sollte das gesellschaftliche Wirtschaftssystem erfüllen (→ Umgang mit Ressourcenknappheit).

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—– Ein kurzer Vergleich mit unserer heutigen Gesellschaft (2012) —–

Die heutige Gesellschaft scheint sich nicht über Technologie als zweckbestimmte Anwendung von Wissen und Fertigkeiten zur Veränderung von Situationen und Gegebenheiten bewusst zu sein. Wir, die globale Gesellschaft, scheinen uns nicht darüber im Klaren zu sein, dass wir permanent Situationen, Gegebenheiten und damit unsere Umwelt formen, indem wir Methoden und Werkzeuge anwenden. Die globale Gesellschaft scheint sich nicht der Möglichkeiten bewusst zu sein, durch den gezielten Einsatz von Technologie den Freiheitsradius eines jeden Individuums  ausweiten zu können.

Die globale Gesellschaft von heute hat einen sehr statischen Blick auf Technologie. Die globale Gesellschaft hat zwar ein Gefühl für existierende Methoden und Werkzeuge und deren Wirkungsweisen, aber kein Gefühl für die sich kontinuierlich durch Forschung und Einfallsreichtum ausweitetende Bandbreite an technologischen Möglichkeiten. Viele Menschen sehen eine bestimmte Form von Technologie als alleinige Lösung zur Erfüllung eines bestimmten Zwecks bzw. zur Lösung eines bestimmten Problems. Aus der Sicht eines Individuums mag es angenehm sein, eher an gewohnten Technologieformen festzuhalten, als das Problem bzw. das Bedürfnis zu untersuchen, mit dem sie oder er konfrontiert ist. Dennoch könnte es sein, dass die Bedürfnisse des Individuums durch alternative Technologieformen weitaus effektiver befriedigt werden könnten.
Zum Beispiel sagen viele Menschen „Ich brauche unbedingt einen Staubsauger!“. Die hauptsächliche Anwendung eines Staubsaugers ist das Entfernen von Staub. Folglich resultiert der  Bedarf nach einem Staubsauger aus dem Bedürfnis nach einem sauberen Wohnumfeld. Daher könnte es sinnvoll sein, die folgenden Fragen in Betracht zu ziehen: Wo kommt Staub her? Kann Staub nützlich sein? Brauche ich den Staubsauger zu jeder Zeit oder nur dann, wenn ich ihn verwenden will? Gibt es Gründe für das Entstehen von Staub und gibt es Wege, diese zu beseitigen? Benötige ich überhaupt einen Staubsauger oder alternativ ein System, welches in meinen Wohnräumen einen leicht niedrigeren Luftdruck gegenüber der Außenwelt erzeugt, kombiniert mit elektrostatischen Oberflächen, die die Staubfilterung vereinfachen?
Offensichtlich gibt es viele Wege, über Probleme und damit verbundene Technologie nachzudenken. Es gibt viele verschiedene Wege, ein bestimmtes Bedürfnis zu befriedigen, viele verschiedene Methoden und Werkzeuge zur Lösung eines bestimmten Problems. Indem die globale Gesellschaft Anwendungsbereiche so tiefgründig wie möglich hinterfragt und gleichzeitig Technologie von so vielen Perspektiven wie möglich betrachtet, sollte die globale Gesellschaft ein ganzheitliches Gefühl für die Möglichkeiten entwickeln, die uns Technologie bietet, anstatt an statischen Perspektiven festzuhalten, die dem Ziel von Gesellschaft entgegenwirken können.

Heutzutage existieren viele Methoden und Werkzeuge, die ernsthafte Probleme und Konflikte verursachen. Verständlicherweise fürchten sich viele Menschen vor solchen Technologieformen. Es entsteht also eine grundlegende Frage: Ist Technologie eine der Ursachen für unsere Probleme?
Einerseits gibt es Technologieformen, die entwickelt wurden, um Symptome tiefer liegender Probleme zu mildern. Solche Technologieformen ziehen oft negative Folgen nach sich, während sie aber die Ursachen der Probleme nicht beseitigen. Die Atombombe beispielsweise wurde entworfen, um Bevölkerungsgruppen zu schützen, indem wiederum andere Bevölkerungsgruppen niedergeschmettert werden. Viele Nationen nutzen diese Waffe, um andere Nationen zu beeindrucken bzw. zu bedrohen. Nichtsdestotrotz zieht die Detonation einer Atombombe sehr destruktive Konsequenzen nach sich, löst aber keine Probleme. Sie wurde nicht entworfen, um Konflikte zu verstehen, die in Folge dessen gelöst werden können. Keine Waffe wurde entworfen, damit sie mit ihrer Umgebung harmoniert. Das heißt: Probleme, die von feindseligen und gesundheitsgefährdenden Technologieformen ausgehen, könnten genau dann verschwinden, sobald die angenommene Notwendigkeit für diese Technologieformen verschwindet. Um zum Beispiel das Auftreten von solchen Konflikten zu vermindern, die uns zu der Annahme bringen, dass wir Atombomben benötigen, könnten wir globale Kooperation anstreben, um die verschiedenen Bedürfnisse der verschiedenen Menschen innerhalb der globalen Gesellschaft zu koordinieren (→ Die Wissenschaftliche Denkweise). Denn wenn der Bedarf nach einer bestimmten Methode bzw. nach einem bestimmten Werkzeug verschwindet, verschwinden auch die einhergehenden Probleme.
Andererseits entstammen technologische Probleme der Art und Weise wie Werkzeuge gefertigt werden bzw. in welcher Art und Weise Technologieformen ihren Zweck erfüllen. Fertigungsprozesse technischer Geräte beispielsweise beuten heutzutage häufig Arbeiter aus, verarbeiten toxische Materialien und verursachen enorme Umweltschäden. Im Kontrast dazu ist Fotografie wiederum ein Interesse, dem viele Menschen liebend gern nachgehen. Daher sollten Methoden und Werkzeuge, mit denen wir nicht zufrieden sind – zum Beispiel Fertigungsprozesse von Kameras – permanent verbessert bzw. durch Alternativen ersetzt werden. Jedes Werkzeug, einschließlich seiner Fertigung, Anwendung und Wiederverwertung, sollte so weit wie möglich mit seiner Umwelt harmonieren, während es seinen Zweck so effektiv wie möglich erfüllt. Auf lange Sicht wird dieser Ansatz das Auftreten von Problemen reduzieren, die entstehen, wenn wir Werkzeuge fertigen, anwenden bzw. wieder auseinandernehmen.

Hinsichtlich Werkzeugen scheint sich die globale Gesellschaft nicht der anscheinenden Endlichkeit von Rohstoffen im Klaren zu sein. Werkzeuge (z.B. Maschinen, Kleidung, Gebäude, usw.) werden selten für lange Lebensdauern oder Wiederverwertungsprozesse entworfen. Verstärkt durch Anreize innerhalb des heutigen Wirtschaftssystems – wie beispielsweise der Notwendigkeit zur Aufrechterhaltung des zyklischen Konsums – gehen Werkzeuge, u.a. aufgrund von geplantem Verfall, der ihrem Design innewohnt, schnell kaputt und enden auf Müllhalden. Das Sammeln, Verwalten und Beseitigen von Müll bereitet heutzutage einen Haufen Probleme.
Auf lange Sicht wird sich das Prinzip „Müll“ als ineffizient erweisen. Jeder Fertigungsprozess, der Werkzeuge produziert, die die Gesellschaft weder wiederverwenden noch wiederverwerten kann, erschafft gleichzeitig auch ein Problem, da die verwendeten Materialien für weitere Entwicklungsprozesse nicht zur Verfügung stehen. Obendrein, sobald diese Werkzeuge auf Müllhalden landen, gelangen ihre Chemikalien und Schadstoffe in den Erdboden, wo sie natürliche Kreisläufe schädigen. Heute sind die Ozeane in hohem Maße mit Plastikmüll verdreckt. FCKW-Gase schaden der Ozonschicht der Erde. Darüber hinaus können die von uns häufig eingesetzten Werkzeuge zur Energieproduktion, wie z.B. Atomkraftwerke und Ölbohrinseln, gigantische Umweltschäden verursachen. Wir machen unser Ökosystem und damit uns selbst krank, obwohl Lösungen zur Erhöhung technologischer Harmonie mit dem Ökosystem der Erde verfügbar sind.
Die globale Gesellschaft sollte sich darauf konzentrieren, vollständig geschlossene Ressourcenkreisläufe zu etablieren, um so viele Ressourcen wie möglich zu bewahren, um somit die Bedürfnisse von so vielen Individuen wie möglich befriedigen zu können, während sie gleichzeitig das Ökosystem der Erde mit Sorgfalt behandelt, da es die Grundlage allen Lebens auf der Erde ist.

Im Weiteren tendiert die globale Gesellschaft aufgrund von Profitorientierung und Profitmaximierung zur Nutzung von ineffizienten und ineffektiven Technologieformen, während sie gleichzeitig vorhandene Kapazitäten des Ökosystems der Erde überbeansprucht.
Obwohl sich beispielsweise viele Menschen darüber beklagen, auf welche Art und Weise wir Nahrungsmittel auf dem Globus verteilen, scheinen große Konzerne genetisch manipulierte Pflanzen zu verbreiten, die Samen hervorbringen, welche nicht annähernd so fruchtbar sind wie ihre Elterngeneration. Und das tun sie, obwohl nicht-modifizierte, traditionell kultivierte Pflanzen gute, fruchtbare Samen hervorbringen. Darüber hinaus verschwenden viele sogenannte „entwickelte“ Länder Unmengen an frischen Nahrungsmitteln, anstatt sie an andere Länder zu verteilen. Dabei macht es aber nicht den Eindruck, dass es zu wenige Transportkapazitäten gibt, da Nahrungsmittel, bevor sie in den Ländern des Nordens bzw. Westens konsumiert werden, unzählige Male zwischen den Kontinenten hin- und hertransportiert werden. Dies ist eine bizarre Situation. Offensichtlich sind all diese Methoden ineffektiv, um die Welt zu ernähren. Sie sind nur aus einer finanziellen Sicht effektiv. Das heißt, dass das derzeitige Wirtschaftssystem nicht in der Lage ist, die Ressourcenverteilung auf der Erde zur Schaffung von Ressourcen- und Zugangsreichhaltigkeit zu organisieren (→ Umgang mit Ressourcenknappheit).
Die Natur bietet eine Unzahl an Methoden und Werkzeugen, die wir zur Befriedigung unserer Bedürfnisse in Betracht ziehen sollten. Dafür müssen wir Dinge wie natürliche Ressourcenkreisläufe verstehen, um sie nicht übermäßig zu beanspruchen bzw. zu schädigen.
Methoden und Werkzeuge sind nicht zwingendermaßen von Menschen erschaffen. Technologie ist etwas, das Individuen darin unterstützt, persönliche Ziele zu erreichen und Wohlbefinden zu etablieren. Daher sollte die globale Gesellschaft, wenn sie nach Lösungen sucht, alle existierenden Methoden und Werkzeuge in Betracht ziehen, die sich aus der Vielfältigkeit des Planeten Erde heraus entwickelt haben.

Eines der größten Probleme, vor denen Menschen heute stehen, wenn sie Methoden und Werkzeuge entwerfen wollen, ist das Patent- und Urheberrecht. Aufgrund dessen, dass jeder im gesellschaftlichen Gesamtbild dafür sorgen muss, einen erreichten Lebensstandard durch ein zufriedenstellendes Einkommen sicherzustellen, müssen Individuen wie auch Unternehmen andere für ihre Ideen und Konzepte bezahlen lassen. So werden Ideen und Konzepte fast ausschließlich innerhalb des Rahmens des Patent- und Urheberrechts veröffentlicht. In anderen Fällen werden Ideen und Konzepte nicht offiziell veröffentlicht und bleiben demnach geheim. Das heißt: Auch wenn benötigte Methoden bzw. Werkzeuge, die Menschen dabei helfen könnten ihre persönlichen Ziele zu erreichen, bereits existieren, kann es sein, dass sie diese nicht nutzen können, weil sie nicht veröffentlicht wurden, schlecht recherchierbar sind oder weil es ihnen verboten ist, diese zu nutzen. In Folge dessen müssen solche Individuen warten bzw. nach anderen, eventuell ineffektiven und weniger ressourceneffizienten, vielleicht sogar destruktiven Wegen Ausschau halten, um ihre Ideen realisieren zu können (→ Menschliches Verhalten).
Das derzeitige Patent- und Urheberrecht behindert den Austausch von Informationen, Erfahrungen und Wissen. Dieser Umstand verkompliziert den Entwurf von Methoden und Werkzeugen. Viele von uns müssen das Rad jeden Tag neu erfinden, anstatt an der Verbesserung existierender Methoden und Werkzeuge arbeiten zu können. Deshalb sind wir gezwungen, Technologieformen zu verwenden, die nicht so gut sind wie sie sein könnten.
Die globale Gesellschaft sollte darin bestrebt sein, Gründe zu beseitigen, die uns dazu veranlassen, Ideen und Konzepte zurückzuhalten. So könnte sich ein freier Informationsfluss zum Austausch von Erfahrungen und Wissen entwickeln. Auf dieser Basis aufbauend wäre die globale Gesellschaft in der Lage, Methoden und Werkzeuge zu entwickeln, die Qualitätskriterien wie hohe Leistungsanforderungen und ökologische Verträglichkeit so gut wie nur möglich erfüllen.

Fazit: Wir, die globale Gesellschaft, verfügen über eine Unzahl an Möglichkeiten, eine Welt zu formen, in der ein jeder Glück und Erfüllung finden kann. Das Problem liegt in der Art und Weise, wie wir Technologie heute nutzen und organisieren, ohne dabei ganzheitlich genug zu versuchen, Wechselbeziehungen zwischen unserer Technologie und unserer Umwelt bzw. resultierende Auswirkungen zu verstehen. Wir haben ein Wirtschaftssystem etabliert, dass uns davon abhält, Wissen und Information auszutauschen, während es uns Anreize bietet, Werkzeuge so zu gestalten, dass sie nach kurzer Zeit auseinander fallen, ohne dass wir uns dabei Gedanken machen, wie wir sie wiederverwerten können. Wir müssen diese Situation ändern, wenn wir in einer Welt leben wollen, die uns nachhaltige Lösungen in einer gesunden Umwelt bietet.
Nichtsdestotrotz, als notwendige Grundlage, auf der wir aufbauen können, ist es wichtig zu verstehen, dass wir vorurteilsfreie Kommunikation innerhalb der globalen Gesellschaft etablieren müssen, damit jede Idee, jedes Bedürfnis und jeder Zweifel beim Entwurf von Methoden und Werkzeugen berücksichtigt werden kann (→ Die Wissenschaftliche Denkweise).

—– Mythen und Meinungen —–

In unseren Gesprächen und Vorträgen haben wir Mythen und Meinungen gesammelt, die uns regelmäßig zum Thema Gesellschaft begegneten. Einige dieser Aussagen sind unter den Menschen unserer heutigen Welt sehr weit verbreitet. Wir möchten euch zu einigen dieser Aussagen unsere Ansicht darlegen.

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„Die Menge an Ressourcen auf dem Planeten ist unzureichend,
um die Wünsche aller Menschen zu erfüllen.“

Wenn du diese Meinung jemals hörst, frage nach den ausführlichen Studien über die Ressourcen der Erde, die Recherche über alle bekannten Methoden und Werkzeuge, und versichere dich, Zugang zur Datenbank der Wünsche aller Menschen zu erhalten, auf die diese Person verweist.
Wir, die Autoren, haben keinerlei Kenntnis von einer weltweiten Bestandsaufnahme der Ressourcen der Erde. Uns ist keine Studie bzw. Datenbank bekannt, die alle Informationen darüber sammelt, verwaltet und anbietet, wie alle bekannten Technologieformen und deren Kombinationsmöglichkeiten zum Abbau bzw. zur Nutzung dieser Ressourcen verwendet werden können. Des Weiteren kennen wir keine Datensammlung, die die verschiedenen Sehnsüchte, Bedürfnisse und Wünsche aller Menschen katalogisiert. Betrachtet man diesen Mangel an Wissen und Information, denken wir, ist es unmöglich darüber Aussage zu treffen, mit welcher Form von Technologie wir welche Sehnsüchte auf welche Art und Weise erfüllen können.
Das heißt: Wenn man über das Potenzial der Menschheit sprechen möchte, Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte zu erfüllen, ist es am effektivsten, sich darauf zu konzentrieren, was wir mit dem, was wir kennen, erreichen können und könnten. Annahmen darüber zu machen, dass etwas NICHT möglich ist, bedeutet eigentlich nur: „Es ist nicht möglich, mit diesem Wissen dieser bestimmten Person zu diesem Zeitpunkt.“. Wenn Menschen darüber reden, dass etwas nicht möglich ist, liegt das eher an fehlendem Wissen, wie man es möglich machen kann, weniger daran, dass es tatsächlich unmöglich ist. Auch wenn dieses Wissen nicht verbreitet ist, kann es immer sein, dass irgendjemand herausfinden kann, herausfinden wird oder bereits herausgefunden hat, wie man es möglich machen kann. Normalerweise liegt diese Art der Wahrnehmung, dass etwas nicht möglich ist, an mangelnden Fertigkeiten, Wege ausfindig zu machen, wie man etwas möglich machen kann. Anstatt also unsere Zeit damit zu verschwenden darüber nachzudenken, was unmöglich ist, sollten wir unsere Zeit besser dafür nutzen, um zu erforschen, WIE man etwas möglich machen kann. Es kann einfach ein Mangel an Wissen und Fertigkeiten sein, der Dinge für uns unerreichbar oder nicht-realisierbar erscheinen lässt.
Je effizienter unsere Technologie die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen verwendet, desto näher kommen wir dem Ziel, eines jeden Bedürfnisse zu befriedigen. Wir, die Autoren, sehen enormes Potenzial beim Entwickeln ressourceneffizienter Technologie, weil es eine Unzahl an Ideen und Konzepten darüber gibt, wie leistungsfähige, nachhaltige, einfach zu bedienende und umweltfreundliche Technologieformen entwickelt werden können. Diese Potenziale können nur auf Grundlage gesellschaftlicher Kooperation mit Hilfe vorurteilsfreier, gewaltfreier Kommunikation, freigesetzt werden (→ Die Wissenschaftliche Denkweise). Ohne eine solche Form der Organisation wird der Grad der Ressourceneffizienz so niedrig bleiben, wie er heute ist.

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„Technologie kann nicht die Lösung sein.
Technologie ist Ursache der meisten Probleme der heutigen Welt.“

Man kann Technologie auf verschiedene Art und Weise nutzen. Ebenso wie einen Hammer: Man kann einen Hammer nutzen, um Nägel in Bretter zu schlagen, um damit ein Haus zu bauen, oder man kann einen Hammer nutzen, um eine Person zu töten, indem man ihm oder ihr den Hammer auf den Kopf schlägt.
Und genau da liegt das Problem: Welche Art von Methoden und Werkzeugen entwickeln wir, um sie für welche Zwecke einzusetzen? Zwecke und Motive zur Entwicklung und Nutzung von Methoden und Werkzeugen entspringen unseren grundlegenden Verständnissen. Demzufolge ist die Frage eher: Welche Art von grundlegenden Verständnissen bilden die Grundlage für Zwecke und Motive, die die Entwicklung und Nutzung von problemschaffenden Technologieformen bestimmen? Und weiter: Entstammen diese grundlegenden Verständnisse aufgeschlossener Forschung und Kommunikation (→ Die Wissenschaftliche Denkweise) oder blindem Festhalten an Vorurteilen, Angst und Überzeugungen?
Solange wir also Technologie selbst als Quelle unserer Probleme betrachten, sollten wir, die globale Gesellschaft, Kommunikation und Forschung intensivieren, um zu ergründen, warum bestimmte Technologieformen Probleme verursachen. Das bedeutet, sowohl deren Einsatzgebiete so ganzheitlich wie möglich zu hinterfragen, als auch Sinn und Zweck ihrer Nutzung so tiefgründig wie möglich zu verstehen. Und das wiederum bedeutet, unsere Verständnisse zu hinterfragen, um sie zu intensivieren und auszuweiten.
Wenn Technologie dazu verwendet wird, die Umsetzung individueller Ziele zu koordinieren, kann sie die globale Gesellschaft in die Lage versetzen, der Realisierung des Ziels von Gesellschaft bedeutend näher zu kommen (→ Werte). Technologie sollte für uns funktionieren, nicht gegen uns.

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Weiteres Informationsmaterial gibt es auf unseren Linkseiten (→ Links über Technologie).

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